Hannover–Berlin: Fernzüge brauchen seit 2. Oktober rund 80 Minuten länger
Veröffentlicht am · Redaktion
Die Bahn saniert die Achse Hannover–Berlin bis Dezember 2027. Fernzüge fahren über Braunschweig und Magdeburg, die ICE-Halte in Stendal entfallen.
Seit dem 2. Oktober 2026 baut die DB InfraGO auf der Strecke Hannover–Berlin. Der Fernverkehr wird über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet. Die Fahrzeit zwischen Hannover und Berlin verlängert sich dadurch um rund 80 Minuten. Das steht in einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn vom 29. September 2026. Die Arbeiten sollen bis Dezember 2027 dauern.
Betroffen sind alle, die auf dieser Achse mit dem Fernzug unterwegs sind – auch auf dem Weg zu einem Flug ab Berlin oder Hannover. Die Mitteilung selbst nennt keine Flughäfen.
Was fährt noch?
- Zwischen Hannover und Berlin gibt es laut Bahn pro Richtung drei Fernzüge in zwei Stunden, dazu einzelne weitere Verbindungen.
- Braunschweig und Magdeburg werden stündlich vom Fernverkehr bedient.
- Die ICE-Halte in Stendal entfallen. Als Ersatz fahren alle zwei Stunden Expressbusse von Stendal nach Wolfsburg und nach Genthin. Ob Fernzüge in Stendal und Wolfsburg halten können, wird laut Bahn noch geprüft.
- Im Regionalverkehr gelten bis 12. Dezember 2026 geänderte Fahrpläne. Zwischen Hannover und Braunschweig fahren RE60 und RE70 nur stündlich, mehrere Linien in Brandenburg und Sachsen-Anhalt fallen abschnittsweise aus oder werden durch Busse ersetzt.
Die Bahn weist darauf hin, dass parallel die Berliner Stadtbahn gesperrt ist. Das führt zu zusätzlichen Umleitungen und Ausfällen. Die Wege zum Terminal stehen unter Anreise zum BER.
Warum dauert es so lange?
Kern der Arbeiten ist die Schnellfahrstrecke bei Stendal. Dort wird auf 52 Kilometern die Feste Fahrbahn aus den 1990er-Jahren ersetzt. Dazu kommen nach Angaben der Bahn mehr als 214 Weichen, rund 357 Kilometer Gleise und 100 Kilometer Oberleitung. Die Elektrifizierung der parallelen Lehrter Stammbahn wird erst im Dezember 2027 fertig. Die Strecke steht deshalb nicht wie ursprünglich geplant ab Dezember 2026 als Umleitung bereit, wie die Bahn bereits am 9. September mitgeteilt hatte. Ein angepasstes Verkehrskonzept soll zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2026 greifen.
Für deine Planung: Die Fahrpläne bis Mitte Dezember sind laut Bahn in der Auskunft hinterlegt. Wie du den Zeitpuffer für die Anreise berechnest, steht im Ratgeber Wie viel Zeit einplanen?.
Quelle: Deutsche Bahn AG / DB InfraGO
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Stand: 2. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.